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Mit Genehmigung www.deutschlandlied.de
(Die
1. Strophe des Deutschlandliedes spricht von vier verschiedenen Gewässern
(Maas, Memel, Etsch, Belt), die alle außerhalb der Grenzen der heutigen BRD
liegen. Diese waren zur Entstehungszeit des Liedes die geographischen Grenzen
eines von den deutschen Demokraten gewünschten deutschen Nationalstaates.
Ansgar Skriver schreibt in einer Sonntagsbeilage der Stuttgarter Zeitung, dass
die 4 Flüsse, von denen in der 1. Strophe die Rede ist, im 19. Jahrhundert
reale Grenzgewässer des Deutschen Bundes und des Deutschen Reiches waren.
Eine mögliche Interpretation, die zur Zeit der
Hymnendiskussion in den 50er Jahren aufkam, war, dass Deutschland die Gebiete,
die heute außerhalb des Staatsgebietes liegen, als Deutsche Gebiete ansehen und
die jetzigen Grenzen nicht anerkennen könnte.)
(Zitat:
"Welch
schönere Hymne für ein Volk kann es geben als jene, die ein Bekenntnis ist,
sein Heil und sein Glück in seinem Volke zu suchen und sein Volk über alles zu
stellen, was es auf dieser Erde gibt!")
Die 4. Strophe
* 4. Deutschland, Deutschland über alles,
Und im Unglück nun erst recht.
Nur im Unglück kann die Liebe
Zeigen, ob sie stark und echt.
Und so soll es weiter klingen
Von Geschlechte zu Geschlecht:
|: Deutschland, Deutschland über alles,
Und im Unglück nun erst recht. :|
* 5.
Deutschland, Deutschland, über alles
trotz des Unglücks, trotz der Not!
Deutschland, du geliebte Heimat,
dir gehör ich bis zum Tod.
Ob du wachest, ob du welkest,
ob das Todeslos dir fällt:
Deutschland, Deutschland, über alles,
über alles in der Welt!
Zu 4. Strophe. Ein aufmerksamer Rechercheur (E-Mail), hat mir folgenden Text zugeschickt:
Deutschland, Deutschland über alles,
Und im Unglück nun erst recht,
denn im Unglück kann sich zeigen,
ob die Liebe treu und echt,
und so soll es weiter schallen,
von Geschlechte zu Geschlecht.
|: Deutschland, Deutschland über alles,
Und im Unglück nun erst recht. :|
Zu 5. Strophe. Aus dem Liederbuch "Deutsches Rotes Kreuz - Vaterländischer Frauenverein", 1935, 2. Auflage
bei der Buchdruckerei Oscar Collmar, Goldberg in Schlesien
Anlaß: Folgen des Versailler Vertrages und die Inflationszeit 1923
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Welcher dieser Texte das "ORIGINAL" darstellt, vermag ich nicht zu sagen. Für Anmerkungen bin ich stets dankbar
http://www.w-akten.de/klassiker/hymnen.shtml (Link gebrochen)
Eine 4. Strophe ist nicht von Fallersleben. Im Jahre 1921 schrieb Albert Matthai aus (Preußisch-) Stargard die vierte Strophe, die bis in die dreißiger Jahre viel gesungen worden
sein soll, vor allem während der Ruhrbesetzung 1923. Sie fand unter anderem Aufnahme in das "Liederbuch der Deutschen Kriegsmarine" von 1927.
(Deutschland, Deutschland über alles,
Und im Unglück nun erst recht.
Nur im Unglück kann die Liebe Zeigen,
ob sie stark und echt.
Und so soll es weiterklingen
Von Geschlechte zu Geschlecht:
|: Deutschland, Deutschland über alles,
Und im Unglück nun erst recht. :| )
Albert Matthäi
Fichte
an jeden Deutschen
Du
sollst an Deutschlands Zukunft glauben,
an deines Volkes Aufersteh’n.
Laß diesen Glauben Dir nicht rauben,
trotz allem, allem was gescheh’n.
Und handeln sollst Du so, als hinge
von dir und deinem Tun allein
das Schicksal ab der deutschen Dinge
und die Verantwortung wär’ dein.
Wem sind nicht diese
eindringlichen Verse bekannt? Doch wer kann den Namen des Dichters nennen? Verführt
durch die Überschrift wird oft Joh. Gottlob Fichte genannt. Doch der wahre
Verfasser ist Albert Matthäi, der 1853 (oder 1855) in Preußisch -Stargard
geboren, 25 Jahre an der Zeitschrift “Jugend” in München als Redakteur
gewirkt hat. Er starb 1924. Die Überschrift des Gedichts erklärt sich daraus, dass
Albert Matthäi die Gedanken dafür bei Fichte gefunden hatte. In Fichtes
14. Rede an die deutsche Nation (an der Berliner Universität am 23. 10. 1808
als Abschluss der am 13. 12. 1807 begonnenen Vorlesungsreihe) stehen die zwei Sätze,
die Albert Matthäi zu seinen zwei Versen verdichtete: “Ob aber jemals es uns
wieder wohl gehen soll, hängt ganz allein von uns ab, und es wird sicherlich
nie wieder irgendein Wohlsein an uns kommen, wenn wir nicht selbst es uns
verschaffen: und insbesondere, wenn nicht jeder Einzelne unter uns in seiner
Weise tut und wirket, als ob er allein sei, und als ob lediglich auf ihn das
Heil der künftigen Geschlechter beruhe.”
Eine unerwartete Überraschung:
Der zweite Satz stand nicht in dem Text, den Fichte der preußischen Zensurbehörde
einreichte, sondern wurde erst auf deren Veranlassung von Fichte hinzugefügt.
Die Zensur war damals also nicht nur ein Instrument der Geistesknechtung,
sondern konnte auch, wie in unserem Falle, zu einer genialen Verbesserung des überprüften
Textes führen. Ob das bei den heutigen “Bundesprüfstellen” auch möglich wäre?
Matthäis Gedicht wurde
zuerst zu Neujahr 1922 als einer der im Verlag von Wilhelm Gerstung,
Offenbach/Main, erschienenen “Deutschen Weinsprüche” veröffentlicht.
In der dunkelsten Zeit der
Weimarer Republik verfasste Albert Matthäi noch eine Zusatzstrophe zum
Deutschland-Lied
Deutschland,
Deutschland über alles
und im Unglück nun erst recht!
Nur im Unglück kann sich zeigen,
ob die Liebe wahr und echt.
Uns so soll es weiter klingen
von Geschlechte zu Geschlecht:
Deutschland, Deutschland über alles
und im Unglück nun erst recht!
Der Anfang dieser Strophe
wurde auch veröffentlicht mit einer kleinen bedeutsamen Veränderung, die aber
durchaus logisch in den Gedankengang passt
Deutschland geht uns über alles
während es am Ende der
Strophe dann wieder, wie üblich, heißt,
Deutschland, Deutschland über alles
Dem Vorbild Matthäis
folgend entstand nach dem zweiten Weltkrieg eine 2. Zusatzstrophe, deren
Verfasser uns leider immer noch unbekannt geblieben ist. Kennt jemand seinen
Namen?
4. Über Länder,
Grenzen, Zonen
hallt ein Ruf, ein Wille nur,
überall wo Deutsche wohnen
zu den Sternen dringt der Schwur:
Niemals werden wir uns beugen,
nie Gewalt als Recht ansehn!
Deutschland, Deutschland über alles,
und das Reich wird neu erstehn!
5.
Deutschland, Deutschland, über alles
trotz des Unglücks, trotz der Not!
Deutschland, du geliebte Heimat,
dir gehör ich bis zum Tod.
Ob du wachest, ob du welkest,
ob das Todeslos dir fällt:
Deutschland, Deutschland, über alles,
über alles in der Welt!
Aus dem Liederbuch "Deutsches Rotes Kreuz - Vaterländischer Frauenverein", 1935,
2. Auflage
bei der Buchdruckerei Oscar Collmar, Goldberg in Schlesien
Anlaß: Folgen des Versailler Vertrages und die Inflationszeit 1923
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